Sonntag, 29. Mai 2016

Dessau-Roßlau im Lesefieber


Unsere Reise ging weiter nach Dessau-Roßlau, dort bauten wir bereits zum zweiten Jahr unser Lese-Wohnzimmer auf. Am Marktplatz in Dessau machten wir es uns gemütlich, gleich neben der Bibliothek und inmitten der Stadt. Dessau ist vor allem durch das Bauhaus bekannt, aber hat noch viel mehr zu bieten, wie wir auf einigen Stadtführungen, durch die Pressestelle der Stadt, feststellen durften.

Am Donnerstag fand die bereits etablierte Vorlesestunde für Kinder ausnahmsweise im StadtLesen –Wonzimmer statt. Die Kinder machten es sich in den bunten Sitzsäcken von „QSack“, den Hängematten von „LaSiesta“ und den Möbeln von „Filii“ bequem. Für die Erwachsenen blieben „IKEA“- Stühle frei.
Am Abend las André Herzberg aus seinem Werk „Alle nähe fern“  vor. André Herzberg ist nicht nur Autor, nein, er ist auch Schauspieler, Sänger und Musiker. Seine letzten beiden Talente bewies er auch auf dem Stadtlesen Readerscorner mit diversen Titeln.  

Freitag fanden im Rahmen des Integrationslesetags Lesungen, Dialoge und Diskussionen statt. Am Nachmittag fanden Märchenlesungen in Vietnamesisch, Russisch, Mandinka und Portugiesisch statt, währenddessen konnte man seinen Namen in arabischer Sprache kalligrafieren lassen oder „Bilder auf der Leine“  betrachten, diese zeigten Märchenmotive, welche von Kindern gemalt wurden.
Im Anschluss fand noch eine Dialoglesung statt. Es wurde orientalische Gegenwartsliteratur in originaler Sprache und in der Übersetzung vorgetragen. Am Abend kam Julia Gerlach vorbei und hielt eine Lesung zum Thema „Der verpasste Frühling. Woran die Arabellion gescheitert ist“. Dieser Tag erfreute sich großer Begeisterung und viele interessierten sich für Hintergründe und Dialoge mit Menschen die vielleicht nicht in Deutschland geboren wurden.

Am Samstag wurden die Besucher und wir, das StadtlesenTeam,  kulinarisch versorgt mit dem typisch anhaltischen  „Appel-Zwiwwel-Fett mit Zuckergurke“. Das ganze geschah im Zuge einer Lesung des Kochvereins Anhalt Dessau e.V. Nachmittags gab das Junior-Jazz-Orchester der Musikschule Kurt Weill ein Konzert und begeisterte alle Besucher. Gott sei Dank spendeten unsere „Outdoorer“-Sonnenschirme genug Schatten für die Band und das Publikum. Später hielt dann noch Walter Scheiffele eine Lesung über den Bauhaus-Stil und diskutierte im Anschluss mit Wolfgang Thöner darüber.
Claudia Ott hielt an diesem Tag ebenfalls eine Lesung am Abend. Sie ist Orientalistikerin und Übersetzerin und erfreute uns mit Geschichten aus Tausend und eine Nacht und ihren Schilfrohr-Flötenklängen. Auch über den Zusammenhang zwischen Martin Luther und dem Buch sprach sie und zeigte uns einige Parallelen auf.

Am Sonntag fing der Tag entspannt mit einem Lesebrunch im benachbarten Grillrestaurant „Mangal“ an und auch für musikalische Untermalung wurde durch das Jazz-Trio „iNK“ gesorgt. Von 14 bis 17 Uhr fanden Lesungen in der „LeseBahn“ statt. Einem einmaligen Erlebnis in der Dessauer Straßenbahn, aber auch bei uns am Platz wurde es natürlich nicht langweilig. Der ganze Tag bei uns stand im Zeichen der Kinder und Familien. Zuerst gab es eine Vorstellung von Thomas Fichtner von „Der Josa mit der Zauberfidel“, der seine Geschichte auch mit den Klängen seiner Violine unterlegte. Leider konnte dieses und auch das nächste Event nicht draußen stattfinden, sondern wurde in die Bibliothek verlegt. Der Grund dafür war schlicht und einfach, dass es zu heiß war und dann zu unsicher ob das Wetter nicht doch innerhalb von Minuten umschlagen würde, denn wie das mit Wärmegewittern so ist, sie kommen relativ schnell und es regnet dann verhältnismäßig viel. Als Zweite und letzte Veranstaltung in Dessau im Zuge von StadtLesen schaute Steffi Lampe vorbei und begeisterte Groß und Klein mit ihrem Figurenspiel „Der Geburtstag der kleinen Schildkröte“.
...André Herzberg begeisterte offensichtlich nicht nur das Publikum sondern auch den Moderator, den Bürgermeister Herrn Kuras und Herrn Mettler
 
...bei der Sommerhitze in Dessau wurde auch gern ein Eis in unserem Lese-Wohnzimmer genossen

...am Integrationslesetag wurde auch das Märchen vom Rübchen vorgetragen und sogar mit Hilfe von Kindern aus dem Publikum nachgestellt

...nicht nur Profis entzückten mit ihren Stimmen, auch eine Dame aus den Zuhörer-Reihen traute sich auf die Bühne und erntete Beifall

...das Jazz-Trio "iNK" spielte auf während wir unseren LeseBrunch genossen

...Suzana, Jasmin, Eva, Susanne und Angelika vor dem Brunnen am Marktplatz

 

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