Sonntag, 5. Juni 2016

Festivalstimmung in Fürth!


In Fürth ist unser StadtLesen bereits etabliert, denn schon zum fünften Mal machten wir dieses Jahr hier Halt. Das Wetter war eher wechselhaft und doch war der Platz immer gut besucht. Unsere QSACK Sitzsäcke hielten Regen und Wind wie immer gut Stand und waren auch nach einem kurzen Regenschauer schnell wieder trocken. Wenn es kalt war, gab es die StadtLesen-Decken von Fussenegger und bei Hitze konnten die Sonnenschirme von Outdoorer Schatten spenden.

Diese Woche hatten wir auch zum ersten Mal die Liegestühle von Flow mit, die uns auch ganz viele ihrer tollen Magazine zur Verfügung stellen. Selten kam eine Person bei uns auf den Platz und verließ ihn wieder ohne mindestens eine Ausgabe davon in der Tasche zu haben.

Donnerstag und Freitag fanden keine Lesungen statt und der Fokus lag ganz auf dem Entschleunigen des Alltags. Lesen ist immerhin eine der einzigen Fähigkeiten, die Ausschließlichkeit verlangt. Viele Kinder kamen mitsamt Eltern und lasen in unserem großen Kinderbuchangebot, während sie in den La Siesta Hängematten und auf den Filii Möbeln entspannten.

StadtLesen fand hier im Zuge des LESEN!-Festivals in Fürth statt und es gab auch neben uns weitere bibliophile Attraktionen. Vom Tauschregal über die Vergabe eines Literaturpreises und eine Buchmarktschau wurden alle Lesefans begeistert.

Am Samstag ging es dann um 14 Uhr los mit den Lesungen. Das Warming-Up sozusagen übernahm diesmal Ernst-Ludwig Vogel mit seinen Gedichten in Mundart - obwohl wir nicht alles verstanden, waren die Fürther und Bayrisch-Sprechenden sehr begeistert. Auch das Wetter spielte mit und erlaubte es uns kurz einmal die Regenjacken auszuziehen.

Um 15 Uhr bereicherte uns Armin Stingl auch mit Gedichten aus seinem Band „Engel im Orbit“ - Samstag war nämlich Lyriktag. Dieser wurde erstmals letztes Jahr in Fürth eingeführt und auch dieses Jahr wieder gut angenommen. Alle Autoren am Samstag und Sonntag stammten aus Fürth und wurden liebevoll die „Local Heroes“ getauft.

Nach Armin Stingl, kam um 16 Uhr Axel Görlach mit „lichtstill“ zu uns. Wir waren sehr beeindruckt, denn weiterhin hielt das Wetter. Als letzter an diesem turbulenten Tag las um 17 Uhr Nevfel Cumart aus „Feuerzunge“. Ein lustiger Abschluss, der uns alle zum Schmunzeln brachte.

Am Sonntag gab es vormittags ein Gewitter, aber danach blickte Gott sei Dank die Sonne durch. Es wurde sogar heiß und endlich durften sogar die Westen und Cardigans ohne Frösteln abgelegt werden. Unsere IKEA-Sessel füllten sich wieder pünktlich zur ersten Lesung an diesem Tag.

Um 14 Uhr besuchte uns Joshua Groß und las aus seinem Roman „Faunenschnitt“. Überrascht hörten wir, dass dies nicht sein erstes Buch war und das obwohl er im Alter von uns Mitwirkenden war. Sein Roman spielt im Salzkammergut in Österreich und der Nationalstolz ließ uns besonders aufmerksam lauschen.

Nach Joshua kamen die nächsten noch relativ jungen Männer zu uns. Diesmal gleich ein Duo namens „Die Schaffenskrise“. Sie lasen aus ihrem neuen Buch „Wer Sturm ernten will“ und auch eine noch nicht veröffentlichte Kurzgeschichte wurde vorgetragen.  Nach dem Auftritt verabschiedete sich einer der zwei auch gleich aufs „Rock im Park“-Festival. 

Der vorletzte Leser kam um 16 Uhr zu uns, Helwig Arenz las aus seinem Krimi  „Pelzmärtel“. Nein, das ist kein Rechtschreibfehler, Märtel ist tatsächlich die Verniedlichungsform von Martin hier in Bayern und Helwig Arenz ist nicht nur Autor, sondern auch Schauspieler. Auch manche der Stücke verfasste er bereits selbst. Die Menge war begeistert und auch danach scharrten sich noch Leute um Helwig um ihm Fragen zu stellen oder ein Buch zu kaufen.

Als Allerletzter kam Jan Beinßen zu uns. Kurz nachdem wir erfuhren, dass ein Gewitter sich auf dem Weg zu uns gemacht hatte, fing er auch schon etwas verfrüht an, um sein Werk noch im Trockenen zu lesen. Nach ungefähr der Hälfte der Zeit fing es an in Strömen zu regnen, wir hatten aber glücklicherweise schon zuvor einen Großteil weggeräumt und wir retteten uns unter das Pavillon am Platz. Dort führte Jan Beinßen seine Lesung von „Das Gebot der Stunde“ unplugged zu Ende.

Alles in allem muss man sagen, dass auch dieses Jahr unser StadtLesen in Fürth ein voller Erfolg war. Wir merkten einfach, dass das Projekt hier schon etabliert wurde. Auch die tatkräftige Unterstützung vom Kulturamt müssen wir natürlich erwähnen, ohne deren Hilfe wir manchmal wirklich im Regen gestanden hätten.

 
...das Publikum erschien immer zahlreich zu den Lesungen und machte es sich bei uns in der grünen Dr. Konrad-Adenauer-Anlage gemütlich...

 
...Nevfel Cumart begeisterte uns mit lustigen Anekdoten über seine Tochter...

 
...Christoph vom Kulturamt verteilte Lose mit Gedichten an alle Besucher...  


 
...das Duo "Die Schaffenskrise" las unter anderem Geschichten über Eidechsen vor...  

 
...das fleißige Team in Fürth: Mira, Veronika, Jasmin & Angy als Fotografin im Spiegel :)

1 Kommentar:

  1. Hi,
    StadtLesen ist wirklich eine tolle Veranstaltung. Ich war mit meinen Kids heuer das erste Mal dabei und wir waren alle mehr als begeistert. Vor allem die Hängematten haben es uns angetan. Die Kinder sind heute noch begeistert davon. Jetzt haben wir uns auf haengemattenshop.com auch selbst eine Hängematte von La Siesta bestellt. Wir haben sogar die Selbe oder zumindest eine Ähnliche gefunden, wie ihr damals hattet. War auf jeden Fall eine super Veranstaltung! Wir freuen uns alle schon riesig auf das nächste Mal!!!

    Viele Lieben Grüße,
    Maria

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