Byblo empfiehlt



 9783426281321


Ein ganzes Leben
 

Judith Taschler: bleiben. Droemer Knaur. 2016

Hier schwelgt Byblo in der Faszination einer klaren, unverwechselbaren, einfach schönen Sprache – die Geschichte läuft dahin, sie verwebt sich ineinander, bildet plötzlich ein sich beeinflussendes und bedingendes Ganzes und endet in einer dramatischen Wendung – wie das Leben halt so spielt. Vier Menschen, zufällige Begegnungen, folgenschwere Entscheidungen…




Robert Seethaler: Ein ganzes Leben. Hanser. 2014

Die Geschichte einer Lebensgeschichte – nämlich die von Andreas Egger, einem Hilfsknecht und Arbeiter in einem Bergdorf, das die Anfänge des Tourismus, die Anfänge des Krieges und auch so manches Ende erlebt. Besser als von Andreas Platthaus von der F.A.Z. ist das Buch nicht zu beschreiben: „Diese unerklärliche Leichtigkeit des Schreibens ist so wohltuend.“
 
 

 

 

 




 

Lori Nelson Spielman: Morgen kommt ein neuer Himmel. Fischer. 2014


Im Sommer überkommt Byblo immer die Lust auf typische Sommerlektüre – packend, unterhaltsam und nicht zu viel der Grübelei, locker-flockig sozusagen. Dieses Buch passt da wunderbar –  es handelt von Brett, die mit 14 ihre großen Pläne für ihr Leben auf Papier bringt… die Liste gerät aber naturgemäß in Vergessenheit, bis mit 34 ihre Mutter verstirbt und die Erfüllung der Liste zur Bedingung macht, um ihr Erbe zu erhalten – und zwar innerhalb von 12 Monaten… Für jede Gefühlskategorie was dabei, ideal für den Urlaub!

 

Walter Moers: Das Labyrinthder Träumenden Bücher. Knaus. 2011

Hildegunst von Mythenmetz ist zurück in Buchenhaim und mit ihm die wunderbare und ach so schöne Bibliophilie… Und wie bei seiner ersten Reise wünscht sich der geneigte Leser wohl nichts mehr, als mit Hildegunst in der Hochburg der Bücherliebe gerösteten Bücherwürmer in verschiedenen Größen, wahlweise mit Curry oder Paprika bestreut, zu knabbern, mit Gedichten bedrucktes Esspapier in mehreren Geschmacksorten oder Lesebändchen aus geflochtenem Lakritz zu naschen und sich völlig der traumhaften und phantasiereichen Welt des geschriebenen Wortes hinzugeben… Byblo zählt die Stunden, bis der Vorhang des Unsichtbaren Theaters sich wieder lichtet…
 
 
 

Laura Moriarty: Das Schmetterlingsmädchen. BasteiLübbe. 2013

Amerika in den goldenen Zwanzigern – auf der einen Seite eine verschlafene Kleinstadt in Kansas, auf der anderen New York, die turbulente Metropole voller Leben, Aufbruch und Abenteuer. Mittendrin die unkonventionelle, lebenshungrige 15jährige Louise und ihre Anstandsdame Cora, auf den ersten Blick von traditionellen Wertvorstellungen geprägt. Doch hinter Coras Fassade verbirgt sich weit mehr… Ein Einblick in vergangene Zeiten, in Lebensentwürfe, Vorstellungen und Meinungen von Werten und Traditionen, denen die Realität in die Quere kommt…  


 

Nina George: Das Lavendelzimmer. Knaur.2014

Mit seiner literarischen Apotheke auf seinem Bücherschiff schippert der Buchhändler mit dem sinnigen Namen Jean Perdu in Begleitung eines jungen Autors und der Katzen Lindgren und Kafka von Paris in die Provence. Auf dieser Reise in und  aus der Vergangenheit Perdus zeigt er uns in vielerlei Hinsicht die heilende, Herzen und Seelen öffnende Kraft von Büchern und der wunderschönen Welt da draußen... „Er nennt Bücher Freiheiten. Und Heimaten, das seien sie auch."
 



 

Kai Meyer: Die Seiten der Welt. FJB. 2014


Byblo kommt als eingeschriebener Bibliophiler nicht aus dem Schwärmen – diese Buch über Bücher, die Liebe zu Büchern und die Welt der Bücher ist eine Liebeserklärung an die Magie des Lesens, eine spannende Geschichte von mächtigen Bibliomanten, Seelenbüchern und phantastischen Bibliotheken und versteckten Bücherstädten. Einfach eintauchen in die faszinierende und sprichwörtlich packende Welt der Buchstaben…
 

  
 
 

Paula Hawkins: The Girl on the Train. Doubleday. 2015

Wenn Must-Read-Autor Bernhard Aichner ein Buch empfiehlt heißt’s auf in die Buchhandlung des Vertrauens und lesen… und wenn’s die ganze Nacht dauert, denn: recht hat er! Eine mitreißende Geschichte, voller unerwarteter Wendungen und Spannung bis zum bitteren Ende… Also: bitte einsteigen, Türen schließen…

 



 
 
 

http://www.suhrkamp.de/adam-johnson/geraubtes-leben_1001.html

Adam Johnson, Das geraubte Leben der Waisen Jun Do, 2013

 
Ein mächtiges Buch, ungemein stark im Wort, mutig in der Aufbereitung der "Geschichte". Der vom ersten bis zum letzten Wort aufrechte Spannungsbogen steigert sich, wohl bewusst zu keinem Höhepunkt, sondern fesselt durch, oft abrupten, Wechsel der Handlungsstränge. Adam Johnson erzählt eine "Geschichte", die wohl authentischer nicht zu erzählen ist - übertreffbar wohl nur durch erlebte Realität. Der Pulitzer Preis 2013 war nach Byblos Empfinden eher eine logische Folge denn eine Überraschung. Nicht nur für das Jahr 2013 geschrieben, nein, ein Buch für die "Ewigkeit", als Ode gegen den Wahnwitz den Unterdrückerregime in sich tragen, gepaart mit der Hoffnung diese ad Absurdum führen zu können.



Jojo Moyes: Ein ganzes halbes Jahr. Rowohlt. 2013


Die ersten Seiten wurden mit Skepsis aufgenommen, hatte doch schon der Klappentext einiges verraten und diese Art von Geschichte gibt’s zuhauf und ganz oft endet es im Kitsch-Schnulzen-Drama. Doch nach dem Epilog hat das Buch zugeschlagen und mich gepackt, in einem Satz war’s auch schon ausgelesen. Und ja, es ist unterhaltsame und leicht zu lesende Lektüre, oft etwas voraussehbar, aber nie in die Irrealität abgleitend – was gerade bei einer Liebesgeschichte zwischen einem ehemals erfolgreichen, sportlichen und aktiven Geschäftsmann, der durch einen Unfall querschnittsgelähmt und schwer depressiv im Rollstuhl sitzt und seiner jungen, unscheinbaren, liebenswürdigen „Gesellschaftsdame“ nahe liegt. „Sie lebten glücklich und zufrieden bis zum Ende ihrer Tage“ wünscht man sich das ganze Buch, aber genau das macht den Reiz dieses Buches aus, die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber manchmal ist die Definition von Hoffnung zu hinterfragen…




  

 

Camille de Peretti: Der Zauber der Casati. Rowohlt. 2013

 
Welch eine elektrisierende und beeindruckende Figur – so bekannt und doch so unerkannt und wohl auch verkannt… Camille de Peretti zeichnet ein eindrucksvolles und sehr persönliches Bild Luisa Casati’s, der italienischen Künstlerdiva und Geliebten Gabriele d’Annunzios, die nach der Madonna und Kleopatra als die meistporträ­tierte Frau der Kunstgeschichte gilt. Coco Chanel, Christian Dior und Karl Lagerfeld haben Kollektionen nach ihr benannt, der Name ist geläufig aber Hand aufs Herz: Was wissen wir genau? Unbedingt nachlesen, eine faszinierende Welt tut sich auf! (Eignet sich auch ausgezeichnet als Lektüre für den Badestrand).


 
 
 
 
 

Max Betow: Der Federmann. Goldmann. 2013


Also sollten Sie blondes, langes Haar haben und den Abend alleine verbringen: Finger weg! An alle anderen: Her damit und in einem Satz durchlesen. An Gruselfaktor, Wahnsinn und Spannung fast nicht zu überbieten – die Geschichte nagelt einen buchstäblich fest und lässt einen auch nach der letzten Seite nicht los… Her mit Max Bentows nächstem Psychothriller!